Premieren, Filmgespräche und noch viel mehr

Aktuelle Sonderveranstaltungen auf einen Blick

 

Rahmenprogramm zu 90 Jahre Puppentheater Gera

30.05. um 11:00 Uhr

Klassiker: Die Spur führt zum Silbersee (1985-89 )

"Weiser Bär", ein uralter Indianerhäuptling, kennt das Geheimnis vom Schatz im Silbersee. Bevor er stirbt, will er es den rechtmäßigen Erben seines Indianerstamms übermitteln. Der redliche Frank Hobble und sein Freund Tante Droll sollen die Überbringer der Botschaft sein. Aber Banditenchef Cornel Brinkley stiehlt den Plan. 1000 Dollar Belohnung verspricht der Steckbrief für den Bösewicht mit dem leuchtend roten Haarschopf, der mit seiner Bande loszieht, um das Heiligtum auszurauben. Winnetou und Old Shatterhand nehmen die Verfolgungsjagd auf. Die Wettjagd nach dem Goldschatz beginnt...

DEFA-Trickfilmstudio Dresden
Regie: Günter Rätz

Sprecher: Gert Grasse, Henry Hübchen, Dieter Wien, Victor Deiß, Klaus Manchen, Reinhard Michalke

 

01.06. um 16:00 Uhr

Filme und Gespräch

Mystische Figuren und fantastische Welten - Kurzfilmprogramm für Erwachsene

Puppenanimationsfilme von Sublunare Welt und deren Macher Jörg Weidner

„Der lustige König“ sucht – Käfer kauend – einen Sinn in seinem allmächtigen, endlosen Leben. Es fehlt ihm an Reibung und entsprechend an Unterhaltung in der unendlichen Ödnis seiner Existenz. Deshalb baut er sich zu seiner Unterhaltung einen Diener.

Im Gegensatz dazu erlebt „Dionysos“, als Kind aus der Affäre zwischen Zeus und der Königstochter Semele hervorgegangen, gleich mehrere (Wieder-)Geburten: sowohl aus dem Schoße seiner Mutter, als auch aus dem Schenkel seines Vaters. „Gestorben und wiedergeboren, wird Dionysos zum Verkünder der Selbstaufgabe, zum Gott der Masken“, beschreibt Jörg Weidner seine Interpretation des Mythos, die er filmisch umgesetzt hat.

Seit über zehn Jahren machen Jörg Weidner und sein Team von Sublunare Welt Kurzfilme mit Puppenanimation, Stoptrick, Austauschtrick und anderen Techniken. So unterschiedlich die einzelnen Kurzfilme in ihrer Thematik sind, so sehr ähneln sie sich doch in ihrer besonderen Ästhetik, die skurrile Figuren und fantasiereiche Landschaften offenbart. Oftmals inspiriert von Mythen und Märchen, setzten sich die Filme inhaltlich in einer vielmehr assoziativen als linear stringenten Erzählweise mit Themen wie Zeit, Schicksal und Psyche auseinander. Dabei bedient sich Weidner der vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Animationsfilms: Die Szenarien, die er schafft, sind fernab jeglichen Realismus und spielen mit dem Genre, das bizarre Wesen und erstaunliche Metamorphosen ermöglicht. Die dabei entstehenden Filme sind eindrücklich in ihren Ausstattungs-Details, überraschend in ihren Wendungen und Wandlungen und offenbaren sowohl eine besondere Komik als auch Tiefgründigkeit.

Regie: Jörg Weidner, Dauer: 90 Min

Jörg Weidner präsentiert ausgewählte Filme aus dem Studio von Sublunare Welt und steht Ihnen Rede und Antwort über seine Werke und die Techniken dahinter.

 

Film und Gespräch

13.06. um 19:30 Uhr

Klassiker: Stilles Land (D 1992)

mit anschließendem Regiegespräch mit Andreas Dresen

Die Wende in der Provinz - Das Debüt von Andreas Dresen

Die DDR im Herbst 1989: Den jungen ambitionierten Regisseur Kai verschlägt es an ein Provinztheater im hohen Norden. Während draußen das Land zusammenbricht, versucht er mit 'Warten auf Godot' neuen Schwung in das resignierte Ensemble und die triste Kleinstadt zu bringen. Blaue Augen und Missverständnisse bleiben da nicht aus.

Andreas Dresens Debut spielt in den bewegten Herbsttagen des Jahres 1989. Während sich die politischen Ereignisse der Wendezeit überschlagen, herrscht in der Provinz noch Stille, so auch an einem Kleinstadttheater. Der junge Regisseur Kai soll dort zum ersten Mal inszenieren – ausgerechnet "Warten auf Godot". Sein Enthusiasmus wird durch die vorsichtige Zurückhaltung und die Gleichgültigkeit der Schauspieler gebremst. Er bezieht die Metaphorik des Stückes immer mehr auf die Situation. Ein Ensemblemitglied ist indessen zur ungarischen Botschaft geflohen. Langsam tauen die Akteure auf und verfassen eine gemeinsame Petition an Honecker. Als die Mauer fällt, scheitert ein gemeinsamer Ausflug allerdings an banalen Hindernissen; nur die Assistentin Claudia, in die Kai sich verliebt hat, macht sich gegen seinen Willen alleine auf den Weg. Sie kehrt mit einem Hamburger Schauspieler zurück, der gleichsam als Karikatur eines Westlers dem Theater kluge Marketing-Ratschläge unterbreitet. (www.filmgalerie451.de)

Kooperation mit dem Verbundprojekt „Diktaturerfahrung und Transformation“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). An dem Verbundprojekt sind die Universitäten Jena und Erfurt, die Stiftung Ettersberg und die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora beteiligt.

Die Moderation des Regiegesprächs am 13.6. übernehmen Frau Prof. Verena Krieger und Dr. Axel Doßmann, beide Universität Jena.

 

Förderlogo Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kooperationspartner zu unseren aktuellen Veranstaltungen:

13.06. "Stilles Land"

Verbundprojekt „Diktaturerfahrung und Transformation“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)