Premieren, Filmgespräche und noch viel mehr

Aktuelle Sonderveranstaltungen auf einen Blick

Alkohol-Der globale Rausch

Film + Gespräch

Am 26.02. um 18:00 Uhr Alkohol - Der globale Rausch

Alkohol ist gesellschaftlich etabliert, ständig verfügbar und doch ein sehr großes Problem – vor allem für Suchtkranke. Denn weil der Stoff stets in Reichweite ist und der nächste Schluck nicht fern, macht das den Entzug für Betroffene noch schwerer. Gerade in Bezug auf Europa, spricht man von der größten, legal offenen Drogenszene der Welt. 26 der weltweit 30 Länder mit den meisten Alkoholverbrauch Pro-Kopf liegen in Europa. Dem Rausch fallen jährlich 3 Millionen Menschen zum Opfer. Der Filmemacher Andreas Pichler versucht zu ergründen, wer vom Geschäft mit dem Alkohol profitiert und woher der lockere Umgang mit dem hochprozentigem herrührt? Dabei stellt er schnell fest, dass es vor allem um Politik, Geld, dem Bedürfnis nach dem nächsten Rausch und der allgemein ambivalente Umgang mit Drogen geht.

Deutschland 2020 (87 Min)

Regie: Andreas Pichler

Moderation: Sebastian Weiske

Gesprächspartnerinnen: ExpertInnen der lokalen Suchtkrankenhilfe in Gera

Kooperation mit der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V. (www.tls-suchtfragen.de)

 

 

PREVIEW

Am 03.03.2020 Die Känguru-Chroniken

Los geht´s um 20:30 Uhr

 

Marc-Uwe, ein unterambitionierter Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, lebt mit einem Känguru zusammen. Doch die ganz normale Kreuzberger WG ist in Gefahr: Ein rechtspopulistischer Immobilienhai bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Das findet das Känguru gar nicht gut. Ach ja! Es ist nämlich Kommunist – das hatte ich vergessen zu erzählen. Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan. Und dann noch einen, weil Marc-Uwe den ersten nicht verstanden hat. Und noch einen dritten, weil der zweite nicht funktioniert hat. Schließlich gipfelt das Ganze in einem großen Anti-Terror-Anschlag und … äh… weiß auch nicht mehr so genau. Jedenfalls ist der Film ziemlich witzig. (Quelle: X-Verleih)

Regie: Dani Levy

Drehbuch: Marc-Uwe Kling

Darsteller: Das Känguru, Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Adnan Maral, Tim Seyfi, Carmen-Maja Antoni, Bettina Lamprecht,
Henry Hübchen, Oskar Strohecker,Volker Zack Michalowski, Daniel Zillmann, Paulus Manker

Der Kartenvorverkauf für "Die Känguru-Chroniken" für die Woche vom 05.03.-11.03. ist gestartet. Gleich die Tickets sichern unter:

https://www.metropolkino-gera.de/de/programm

 

Känguru Chroniken

+++Sonderprogramm zum Internationalen Frauentag am 8. März 2020+++

 

 

14:00 DOKU Uferfrauen - Lesbisches L(i)eben in der DDR Film + Gespräch

18:30 PREVIEW Die perfekte Kandidatin

20:30 DOKU Für Sama

Uferfrauen 1

Dokumentarfilm + Gespräch

Am 08.03. um 14:00 Uhr Uferfrauen - Lesbisches L(i)eben in der DDR


Uferfrauen - Dokumentarfilm begleitet sechs Protagonistinnen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik lebten und jede Menge zu erzählen haben: Christiane aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Elke und Langzeit-Paar Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt. Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz.


Deutschland 2020 (115 Min)

Regie: Barbara Wallbraun


Kooperationsveranstaltung zwischen der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Gera, dem Metropol Kino Gera sowie dem Gedenkstätte Amthordurchgang e.V.
Der Film startet offiziell am 02.04. und wird im METROPOL - Programm laufen.

PREVIEW

Am 08.03. um 18:00 Uhr Die perfekte Kandidatin

 

Maryam ist eine Ärztin in einer kleinen Stadt in Saudi-Arabien. Trotz ihrer exzellenten Fähigkeiten muss sie sich jeden Tag aufs Neue den Respekt der Mitarbeiter und der Patienten erkämpfen. Wütend macht Maryam vor allem der Zustand der Straße vor der Klinik. Weil die Stadt die Zufahrt nicht asphaltiert, bleiben die Patienten regelmäßig im Schlamm stecken. Maryam will Veränderung und bewirbt sich um eine bessere Stelle in Dubai. Doch wegen einer Formalität und weil sie keine männliche Begleitung hat, lässt man sie nicht reisen. Maryam sucht Hilfe bei einem entfernten Cousin. Doch der Zufall will es, dass der als Beamter nur Kandidaten für die anberaumte Wahl des Stadtrats empfängt. Vor allem aus Trotz erklärt sich Maryam kurzerhand zur Kandidatin. Erst später wird ihr klar, welche Chance zwischen der bürokratischen Willkür lauert: als Stadträtin könnte sie die Asphaltierung der Klinik-Zufahrt selbst in die Hand nehmen. Maryam und ihre beiden Schwestern treten eine Kampagne los, die nicht zu übersehen ist. An jeder Ecke lauern Restriktionen für Frauen; trotzdem wird Maryams Stimme lauter, ihre Auftritte mutiger, ihre Forderungen radikaler. Die junge Ärztin, die vom lang erkämpften Recht auf ein eigenes Auto wie selbstverständlich Gebrauch macht, besteht nun auch auf die Straße, auf der sie fahren kann. (Quelle: Verleih)

Die perfekte Kandidatin
Für Sama

08.03. um 20:30 Für Sama DOKU

Waad Al-Kateab lebt zusammen mit Samas Vater Hamza, einem Arzt, der im letzten funktionierenden Krankenhaus im von Rebellen besetzten Aleppo arbeitet. Die Stadt ist umzingelt und wird täglich vom syrischen Regime und der russischen Luftwaffe bombardiert, sodass die junge Mutter befürchten muss, jeden Moment getötet zu werden. Sie filmt eine Nachricht an ihre einjährige Tochter, um zu erklären, wer ihre Eltern waren, wofür sie kämpften und warum Sama auf die Welt kam – eine Aufnahme, falls Waad nicht überleben wird. Das erste Lebensjahr von Sama wird das letzte Jahr im Kampf um die Stadt sein, eine Zeit der von unvorstellbarer Dunkelheit. Das Regime und seine Verbündeten greifen auf jede erdenkliche Gräueltat zurück, um die Rebellen zu vernichten. Hamzas Krankenhaus wird bombardiert. Sie werden belagert und sind Zeugen von Angriffen durch Chlorgas, Streu- und Fassbomben, Massaker an Frauen und Kindern. Trotzdem haben Waad und Hamza Freude an der Elternschaft und erleben die ersten Wochen im Leben ihrer kleinen Tochter voller Spaß und Lachen. Sie gibt ihnen die Kraft, die letzte Rebellenbande zu ertragen. Schließlich werden sie überwältigt und ins Exil gezwungen...

Vereinigtes Königreich 2020 (95 Min)

Regie: Waad Al-Khateab, Edward Watts

Film + Regiegespräch am 09.03. um 18:00

 

Heimsuchung

Was wäre, wenn jeder Deutsche einen Geflüchteten bei sich zuhause aufnehmen müsste? Genau das passiert drei Nachbarn einer kleinen Reihenhaussiedlung. Jeder von ihnen hat einen Flüchtling zugeteilt bekommen und muss bald Haus und Wohnraum mit ihm teilen. Herr Richter überzeugt jedoch seine Nachbarinnen Betti, Frau Rau und auch den Leiter des Flüchtlingsheimes, dass es doch viel angenehmer wäre, wenn sie Geflüchtete bekämen, die zu ihnen passten. Der Plan wird umgesetzt und die zugeteilten Flüchtlinge mit den Deutschen in einen Kellerraum gesperrt, um herauszufinden, wer am besten zu wem passt. Als jedoch alle den gleichen Flüchtling wollen, dreht sich der Spieß um und die Geflüchteten entscheiden, zu wem sie wollen. Ein groteskes Spiel mit Vorurteilen und Klischees, und einem durchaus unerwarteten Ende.

Deutschland 2019, 93 Min

Regie: Wolfgang Andrä


Film und anschl. Regiegespräch, in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung.

Heimsuchung
Besser Welt als nie

Film + Gespräch

Am 15.03. um 15:00 Uhr Besser Welt als nie

 

Besser Welt als Nie zeigt die Geschichte von Dennis Kailing, der innerhalb von zwei Jahren die Erde umrundet. Alleine – auf einem Fahrrad.

 

Mit der Frage „was einen glücklich macht“, aber ohne Erfahrung im Radreisen, springt der 24-jährige aus Hessen ins kalte Wasser und fährt von seinem Heimatort einfach los – immer Richtung Osten. Er ist zwar alleine unterwegs, aber so wirklich alleine ist er nur selten. Viele Begegnungen mit interessanten, verrückten oder auch „ganz normalen“ Menschen gewähren ihm Einblicke, die einem als gewöhnlicher Tourist vorenthalten bleiben. Während sich andere eine durchstrukturierte Pauschalreise wünschen, ist diese Radtour eine Reise in die Ungewissheit. Aber in der Ungewissheit verbergen sich die größten Abenteuer – das wird Dennis nach und nach bewusst.

Neben atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und einer gewissen Portion Witz und Ironie, zeigt „Besser Welt als Nie“ aber auch die unangenehmen Seiten einer langen Radreise: Nicht enden wollender Regen in den Anden Südamerikas, Krankheit zwischen goldenen Pagoden in Myanmar und Einsamkeit in den unendlichen Weiten des Australischen Outbacks.

 

Nach 43.600 Kilometern in 41 Ländern auf 6 Kontinenten und der Umrundung unseres Planeten kehrt Dennis aus dem Westen kommend an den Ort zurück, von dem er gut zwei Jahre zuvor Richtung Osten aufgebrochen war. Am Ende, ist er seiner Frage ’was einen glücklich macht’ auch ein Stückchen näher gekommen – meistens ist es nur eine sehr einfache, klitzekleine, aber völlig natürliche Sache.

Deutschland 2020 (116 Min)
FSK 0

Film und anschl. Regiegespräch mit Dennis Kailing